Brigitte Pénicaud (*1954, Frankreich) geht es bei ihren Gefässen um den gestischen Ausdruck. Ihre Krüge, Vasen und Schalen dreht sie auf der Scheibe, wobei sie die Spuren der Hand absichtlich stehen lässt, und drückt und verändert danach in einem spontanen und heftigen, beinahe zerstörerischen Akt die ebenmässige zu Gunsten einer individuellen und befreiten skulpturalen Form. Mit dem gleichen gestischen Duktus überarbeitet und vervollständigt sie die Oberflächen mit einer expressiven Malerei. Anschliessend brennt sie die Gefässe im Holzofen oft so lange, bis die Glasur zu kochen beginnt. Brigitte Pénicaud sucht nicht die technische und formale Perfektion; vielmehr macht sie die Energie sichtbar, die sie in ihre Werke bringt.
Biografie
- 1954, Geboren in Paris, Frankreich
- 1971, Beginn der Arbeit mit Ton
- 1972–1973, Arbeitet in verschiedenen Ateliers: Chaville, St.Amand en Puisaye
- 1976, Errichtung ihrer ersten Werkstatt mit Claude Varlan in Chaillac
- 1982, Errichtung einer neuen Werkstatt und eines Holzofens mit Claude Varlan in Places de Prissac.
- Seit 2005, Mitglied der Internationalen Akademie für Keramik.
Collections
- Sammlung Dr. Hans Thiemann. Hamburg, Allemagne
- Sèvres, Musée National de la Céramique, Paris, France
- Musée de Melun, Melun, France
- Musée Bertrand. Châteauroux, France
- Musée Bernard Palissy. Saint Avit, France
- Communauté française de Belgique
- Musée d’art et d’industrie de Roubaix, La Piscine, France
- Musée Ariana, Genève, Suisse