Der künstlerischen Arbeit von Kirsten Brünjes (*1964) wohnen drei Prinzipien inne, die gegen den Trend der Zeit wirken: Mut für das Unperfekte, das Spiel mit Ambivalenzen und die Kommunikation von Innerlichkeit. Der Künstlerin gelingt es, immer wieder neue Szenen zu schaffen, Mentalitäten momenthaft einzufangen und jeder Figur einen individuellen Ausdruck zu verleihen. Alle Figuren kommunizieren miteinander, und wir als Betrachtende werden zum festen Bestandteil der Szenerie.
Die Augen, von Kirsten Brünjes mit naturalistischer Akribie gestaltet, dienen der Kontaktaufnahme und der Vermittlung von Innen- und Aussenwelt. Im klaren, offenen Schauen dieser Antihelden tritt ein erstaunliches Selbstbewusstsein zu Tage, und in dieser subjektiven Begegnung wird die humane Dimension der Figuren spürbar. Nichts ist wie es auf den ersten Blick erscheint, denn immer wieder führt uns Kirsten Brünjes auf falsche Fährten, um vielschichtige Bedeutungsebenen zu öffnen.
Biografie
- 1964 geboren in Bremerhaven
- 1989–1992 Studium der Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte Uni Bremen
- 1992–1997 Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Künste, Bremen, bei W. Otto, F. Vehring und Y. Takeoka
- 1998 Diplom, Meisterschülerin bei Prof. F. Vehring
- Seit 1995 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
- 1998 «Bremer Stadtmusikanten» Kawasaki, Japan
- 1999 «Arbeitsmotive» Fliesenbilder im Polizeipräsidium Vahr, Bremen
- 2001 «Gedankenspiele» Fußgängerzone, Zeven
- 1999, 2000, 2004 Künstlerförderung des Landes Bremen
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
- Musèe Ariana, Genf, Schweiz
- Artothek Oldenburg
- Keramikmuseum Westerwald, Höhr-Grenzhausen Nassauische
- Sparkasse, Wiesbaden
- Ceramic Art Museum, Fuping, China
- Städtische Galerie Bremen
- Seit 1995 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.